Stimmtraining: 5 Dinge, die deine Stimme sofort verbessern

Stimmtraining: 5 Dinge, die deine Stimme sofort verbessern

Als professioneller Keynote-Speaker und Moderator ist meine Stimme natürlich mein Potenzial und auch Kapital. Ich habe in der Vergangenheit große Events mit zehntausenden Zuschauern und Zuhörern moderiert. Mein Stimme muss jederzeit einsatzbereit sein. Regelmäßiges Stimmtraining gehört daher für mich zu meinem normalen Alltag.

Meine erste mir in Erinnerung gebliebene Wahrnehmung zu meiner Stimme hatte ich bereits in der Grundschule. Wir sollten etwas mit einem Walkman aufnehmen und dann vor der Klasse abspielen. Mein erster Gedanke: “Hilfe, das bin doch nicht ich. Wer hat da auf meine Kassette gesprochen?” Durch die Wahrnehmung mit dem inneren Ohr hörte sich meine Stimme vollkommen anders an, als ich sie mir vorgestellt hatte.

2009 begann ich dann zu moderieren und investierte viel Zeit und natürlich auch Geld in eine professionelle Sprachausbildung. Ich habe jeden Tag geübt, weit über 70 Einzelstunden genommen und an einer Vielzahl an Workshops teilgenommen. Meine gesamte Ausbildung dauerte fast 13 Monate. Und mein Stimmtraining dauert bis heute an.

Stimmtraining kann auch das Alltagsleben erleichtern

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Stimmtraining nicht nur im Job hilfreich sein kann, sondern auch vorteilhaft für deinen Alltag ist.

Eine geübte Stimme, die kräftig und angenehm ist, mit gleichzeitig klarer Aussprache öffnet Türen im privaten Bereich wie auch im Business. Menschen, die über eine kräftige Stimme verfügen, werden als selbstbewusste und starke Persönlichkeiten wahrgenommen.

Die Stimme sollte nicht nur auf ein reines Kommunikationsmittel reduziert werden, sie ist viel mehr. Sie transportiert nicht nur den Inhalt einer Rede sondern vermittelt auch Emotionen und zeigt, ob das Gesagte auch tatsächlich deckungsgleich zu unseren Meinungen ist. Die Stimme ist somit ein wichtiger Indikator während einer Diskussion oder einer Rede.

Jeder hat eine individuelle Sprechlage

Wir alle besitzen eine ganz natürliche Tonlage beim Sprechen. Da fühlen wir uns wohl und können ohne Anstrengungen sprechen. Diese Tonlage wird als Indifferenzlage bezeichnet. Durch Stress, Angst und andere Emotionen wird die natürliche Indifferenzlage beeinflusst. Infolgedessen hört sich deine Stimme bei Angst verzerrt an. In extremen Ausnahmesituationen kann die Stimme sogar ganz wegbleiben.

Daneben gibt es noch den sogenannten psychorespiratorischen Effekt, der durch ein Stimmtraining entscheidend beeinflusst werden kann. Dieser Effekt ist dafür verantwortlich, ob der Besitzer der Stimme sympathisch erscheint oder eher nicht.

  • Ein nasal sprechender Mensch wird oft als arrogant eingestuft.
  • Redner mit einer sehr scharfen Stimme werden oft als aggressiv wahrgenommen.
  • Bei einer stockenden Stimme vermutet der Zuhörer oft eine Unwahrheit in den Aussagen.
  • Eine übertriebene Sprechweise wird ebenfalls mit Unglaubwürdigkeit in Verbindung gebracht.

Mit einem gezielten Stimmtraining kannst du auf leichte Art deine natürliche Tonlage finden und verstärken.

Wie findest du die richtige Sprechlage?

Jeder Mensch hat eine individuelle Sprechlage, in der er sich wohlfühlt. Wirst du nervöser oder hektischer, sprichst du automatisch ein paar Töne höher als gewöhnt.

Hier verrate ich dir nun einen Trick, wie du deine “Wohlfühl-Sprechlage” herausfindest:

  • Denk einmal an dein absolutes Lieblingsgericht und sage dabei ein “mmmmhh”. 

Diese Tonlage ist deine natürliche Sprechlage. Beim natürlichen Sprechen variiert deine Stimme bis zu einer Quinte (das sind 5 Tonstufen) und kommt immer wieder auf deine natürliche Sprechlage zurück.

  • eine kleine Übung, wenn du mit deiner Stimme aus dem Gleichgewicht geraten bist:

Sage auf dem Höhepunkt der Diskussion, wenn du drohst in höhere Stimmlagen zu driften “mmmhhh, ich verstehe”. So kannst du ganz elegant in deine natürliche Tonlage zurückgleiten und signalisierst nebenbei: Ich bin souverän, ruhig und gelassen und lasse mich nicht provozieren.

Welche Stimm-Elemente kannst du mit einem Stimmtraining beeinflussen?

kind am mikrofon beim stimmtraining

Die Stimme ist ein faszinierendes Instrument. Obwohl wir Stimmbänder besitzen, ist die Stimme kein Saiten- sondern ein Blasinstrument. Deine ideale Stimme findest du durch eine Kombination aus den verschiedensten Elementen wie Tonhöhe, Sprachmelodie, Sprachrhythmus, Sprechgeschwindigkeit und Lautstärke.

1. Tonhöhe

Die Tonhöhe bestimmt, wie viele Töne deine Stimme im Repertoire hat. Das reicht von einer Oktave, also zwölf Halbtöne, bei einer untrainierten Stimme bis hin zu drei Oktaven bei einer ausgebildeten Stimme. Interessanterweise scheuen sich jedoch viele Menschen davor, ihr Potential auszuschöpfen und bewegen sich beim Sprechen innerhalb von drei bis fünf Halbtönen. Das war’s dann auch schon. Da wundert es dann auch nicht, dass die Rede oder Präsentation für den Zuhörer schnell etwas monoton oder gar einschläfernd wird.

Trau dich hier ruhig einmal etwas mehr mit deinen Tonhöhen zu spielen. Wichtig ist hierbei, dass das nicht willkürlich passiert. Wenn du ein Wort in einem Satz hervorheben möchtest, so wie du bei einem Buch wichtige Dinge unterstreichst, dann kannst du ruhig mit der Stimme gezielt nach oben oder unten gehen. Auch besonders emotionale Momente kannst du durch deine Tonhöhe wunderbar hervorheben.

2. Sprachmelodie

Unsere Stimme folgt immer einer Melodie. Diese Sprachmelodie hat drei mögliche Verläufe:

  • Die Stiegen hinauf: Wenn also die Stimme nach oben geht.
  • Die Stiegen hinunter: Hier geht deine Stimme nach unten.
  • Geradeaus: Wir bleiben in etwa auf einer Tonhöhe.

Uns wird oft beigebracht, dass bei einer Frage die Stimme am Ende des Satzes nach oben geht und bei einem Punkt gehen wir nach unten. Nichts könnte unnatürlicher sein! Wenn du bei jedem Satzende mit deiner Stimme nach unten gehst klingt das so, als ob bei deinem Auto der Motor ständig abstirbt. Du kommst nicht vom Fleck. Es wird nicht nur anstrengend für deinen Zuhörer, sondern klingt auch so, als ob ein Volksschulkind ein Weihnachtsgedicht aufsagt: “Von draußen vom Walde komm’ ich her. Ich muss euch sagen es weihnachtet sehr.”

Was Viele nicht wissen: Ein Absatz bedeutet ein Gedanke! Wenn du normal mit deinen Freunden redest, würdest du nie auf die Idee kommen, nach jedem Satz mit der Stimme nach unten zu gehen, sondern immer erst nach deinem Gedanken. Halte es auch so, wenn du vor Menschen redest. Du kannst innerhalb eines Absatzes gerne mit deiner Sprachmelodie spielen und dadurch einzelne Wörter hervorheben oder akzentuieren. Gehe dabei aber erst am Ende des Absatzes mit deiner Stimme ganz nach unten. 

3. Sprechgeschwindigkeit 

Kennst du das auch? Bei Diskussionen gibt es immer den Diskussionsteilnehmer, der mit einer unglaublichen Ruhe spricht und so die Oberhand gewinnt. Circa 120 Wörter pro Minute werden als moderate Sprechgeschwindigkeit angesehen.

Man hat inzwischen auch herausgefunden dass visuelle Menschen eher schneller reden, kinästhetische müssen ihre Worte “spüren” und reden daher meist deutlich langsamer. Auditive Personen finden ihr Tempo meist im mittleren Bereich.

Noch viel wichtiger als die eigentliche Geschwindigkeit, mit der du zu deinen Zuhörer sprichst, ist der Rhythmus. Immer in derselben monotonen Geschwindigkeit wirkt schnell langweilig. Variation heißt das Zauberwort, mit der du dein Publikum begeisterst, aber wie?

Passe deine Geschwindigkeit an den emotionaler Zustand an, den du vermitteln willst: Bist du traurig oder gelangweilt, sprichst du eher in einem niedrigen Tempo. Wut und Aufregung aber auch Freude und Euphorie lassen dein Tempo ansteigen.

4. Tonalität

Die Tonalität besagt, wie du deine Stimme einsetzt und welche Wirkung du damit erzielst. Hast du eine volle Stimme oder krächzt du regelmäßig vor allem gegen Ende des Satzes? Dies wird in erster Linie durch den Einsatz deiner Atmung beeinflusst und durch die Luft, die dir beim Reden zur Verfügung steht.

Wenn deine Atmung immer im Brustkorb stecken bleibt und nicht den ganzen Resonanzkörper des Bauches nützen kann, kannst du nicht erwarten, dass deine Stimme voll klingt. Wenn dir am Ende des Satzes regelmäßig die Luft ausgeht, wirst du um ein Krächzen kaum herum kommen. Stell dir vor, dass dein Bauch wie ein Blasebalg funktioniert und während dem Reden kleiner wird und sich sobald du atmest wieder füllt. Das wird deiner Stimme mehr Volumen, Fülle und eine wesentlich angenehmer Tonalität geben.

5. Lautstärke

Bei jedem Gespräch, bei jeder Rede ist es auch wichtig dass du deine Lautstärke variierst. Und auch auf die Situation und auf deine Zuhörer anpasst. Durch eine verringerte Lautstärke kannst du schnell mal das Gefühl der Intimität vermitteln, welches automatisch die Aufmerksamkeit deines Publikums erhöht. Headlines und Keypoints kannst du dafür gerne mit erhöhter Lautstärke auf deine Zuhörer loslassen.

Tägliches Stimmtraining lohnt sich

Für viele von uns ist es selbstverständlich: Wenn du einen athletischen Körper aufbauen möchtest, musst du täglich trainieren. Warum sollte es bei der Stimme anders sein? Als Sprecher und Keynote-Speaker ist tägliches Stimmtraining eines meiner Must-Dos. Wie funktioniert das? Nimm dir täglich zehn Minuten, in dem du dein aktuelles Lieblingsbuch laut liest. Nimm dich dabei auch regelmäßig auf und höre dir an, wie deine Stimme klingt. Gefällt dir was du hörst? Du wirst merken, dass sich bei regelmäßigem, gezielten Training, deine Stimme in ein wahres Goldkehlchen verwandelt.

Welche Frage kommt bei dir auf, wenn du an Stimmtraining denkst? Kannst du dir vorstellen, dass dir eine kraftvolle Stimme, die du bewusst einsetzen kannst, Vorteile im Alltag und im Berufsleben bringen kann? Wie kann ich dir weiterhelfen, damit du deine Stimme zu einem wunderschönen Instrument machst?

Das Hybrid Event – die Zukunft ist hier

Das Hybrid Event – die Zukunft ist hier

In meinem heutigen Beitrag möchte ich dir von meinen ersten Teilnahmen an einem Hybrid Event erzählen. Du ahnst es vielleicht bereits: Durch die aktuelle Situation wird es auch in der Veranstaltungs- und Kongressbranche zu tiefgreifenden Änderungen kommen. Digitale Plattformen und Techniken müssen weiterentwickelt werden, um das aktuell gesellschaftlich geforderte “Social distancing” zu berücksichtigen.

Der Event-Markt, wie wir ihn bislang kennen, wurde geprägt durch Hallen füllende Live-Seminare, die von Keynote-Speakern oder Motivationstrainern zum Teil vor mehr als 1.000 Teilnehmenden abgehalten wurden. Diese Veranstaltungen wurden lediglich begrenzt durch die natürliche Größe der Veranstaltungsorte, Personal-Kapazitäten und durch zeitliche Aspekte.

Dank sich weiter entwickelnder Technik werden bereits heute Online-Seminare und Veranstaltungen via Plattformen wie Zoom vor ebenfalls immer größer werdenden Teilnehmerzahlen abgehalten.

Ein Hybrid Event schließt die Lücke zwischen Offline- und Online-Präsentation und kombiniert aus beiden Varianten eine zukunftsweisende Perspektive.

 

Hybrid Event: Eine Symbiose aus Offline- und Online-Veranstaltung

Hybrid Events können auf unterschiedliche Art und Weise abgehalten werden. Grundsätzlich gilt, dass es auf jeden Fall ein echtes Event mit bspw. einer Bühne gibt. Dort sind Vortragende bzw. auch die Moderatoren live vor Ort, wobei auch weitere Vortragende über Video hinzugezogen werden können. Für die Teilnehmenden können sich verschiedene Möglichkeiten bieten: Wie es momentan der Fall ist, werden die Teilnehmenden ausschließlich von zu Hause oder aus dem Büro mit dabei sein. Jedoch ist es in Zukunft durchaus denkbar, dass Einige live vor Ort und Andere daheim vor dem Bildschirm teilnehmen – online und offline sozusagen. Das nimmt vor allem bei größeren Events und Kongressen, deren Teilnehmende eine weite Anreise auf sich nehmen, die Reiseverpflichtung weg und kann somit auch Zeit sparen… und ist noch dazu klimaneutral.

Auch für die Veranstalter eines Hybrid Events sind zeitliche und örtliche Beschränkungen aufgehoben. Bei Events mit mehreren Trainern, Coaches oder Keynote-Speakern können die Einen höchst präsent auf der Bühne stehen, während ein anderer Redner via digitaler Übertragung aus einem 5 Stunden zeitversetzten Ort mit in die Diskussionsrunde einsteigt.

Vereinfacht kann man sagen: Bei einem Hybrid Event haben wir einen ganz realen physischen Ort, wo die Regie sitzt und der Veranstalter auftritt. Gleichzeitig wird das Webinar oder der Kongress von einem interaktiven Publikum online besucht. Diese Kombination aus offline und online eröffnet ganz neue Perspektiven in Hinblick auf Teilnehmerzahl sowie Orts- und Zeitabhängigkeit.

 

Mein erstes Hybrid Event: PLF Live 2020 von Jeff Walker

Vor einigen Wochen habe ich an einem dreitägigen Event von Jeff Walker teilgenommen.

Veranstaltungen von Jeff Walker sind schon immer technisch erstklassig. Das PLF Live 2020, das erstmals ausschließlich online statt fand, hat den Rahmen dessen gesprengt, was ich bisher erlebt habe. Das Format wurde auf ein neues, bisher nicht erreichtes Niveau gehoben.

“Anwesend” waren circa 2.000 Teilnehmende aus allen erdenklichen Regionen rund um den Globus. Das Publikum war digital vernetzt und live per Video zugeschaltet. Wir, als Teilnehmende eines genialen Webkongresses saßen in unseren Wohnzimmern oder in unseren Büros. Durch die Event-Live-Regie hatte ich immer das beste Bild auf dem Screen und konnte dem Ablauf bestens folgen. Ein noch beeindruckenderes Bild hatte Jeff Walker selbst. So blickte er vor sich nicht nur in eine Kamera sondern auch auf 10 große Big Screen TVs mit den Videocalls von jeweils mehr als 200 Teilnehmern drauf. Es fühlte sich für mich an, als ob ich mitten in einer Menge begeisterter Teilnehmender eines wirklich erlebten Kongresses saß. Es war mega cool.

Jedoch möchte ich auch vorausschicken, dass dort mit jeglicher erdenklicher technischer Raffinesse gearbeitet wurde. Bereits die Vorbereitung war spitzenmässig. Einen Tag vorher gab es, wie bei einem Live-Event, eine persönliche Registrierung. Hier wurde ich via Zoom mit einer netten Dame in Myrtle Beach, South Carolina, verbunden. Sie hat mir die Eventplattform erklärt und mir gleich auch gezeigt, wo ich mir mein Workbook runterladen kann. Die ganze Veranstaltung war technisch ausgefeilt und auf höchstem Niveau.

 

Das nächste Level: Virtual UPW von Tony Robbins

Was Jeff Walker vorgemacht hat, hat Tony Robbins auf ein neues Level gehoben. Ich war die letzten Tage für Tony Robbins als Trainer auf seinem Virtual UPW (Unleash The Power Within) im Einsatz mit fast 23.000 Teilnehmern aus 138 Ländern der Welt. Tony Robbins hat dafür eigens ein Studio für 9 Millionen Dollar geschaffen auf dem er zeitgleich über 3.000 Menschen on Screen sehen kann.

Virtuelle Events mit einer derartigen Teilnehmeranzahl sind aktuell noch Pionierarbeit und wird schon bald eine echte Alternative sein. Auch aus Mitarbeitersicht ist es eine sehr spannende Alternative, weil durch den Chat wesentlich mehr Interaktion mit allen Teilnehmern während eines Seminars möglich ist als wenn jeder auf seinem Platz sitzt. Einzelne Teilnehmer können auch sehr einfach in einzelne Breakout-Rooms gehen um persönliche Betreuung zu bekommen. Natürlich braucht man auch den notwendigen Staff um das alles möglich zu machen.

 

Warum sind Hybrid-Veranstaltungen die Zukunft?

Hybrid Events unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten von traditionellen Events.

Die größte Differenz liegt in der unglaublichen Reichweite. Der Eventveranstalter ist weder an physische noch an örtliche oder zeitliche Grenzen gebunden. Die einzelnen Teilnehmenden können von überall auf der Welt mit dabei sein.

Dieser Vorteil bedingt gleichzeitig einen nächsten Pluspunkt. Eine daraus resultierende Kosteneffizienz. Hybride Events optimieren den Return on Investment allein durch mehr Aufmerksamkeit und einer größeren Anzahl möglicher potentieller Kunden. Punktgenau, effizient, viele Menschen online zusammengefasst.

Ein einziges Hybrid Event kann mehrere örtliche Publikumsveranstaltungen quer durchs Land ersetzen. Vorausgesetzt natürlich, dass das Thema das gleiche bleibt.

 

Wo sind die Grenzen eines Hybrid Events

Während Hybrid Events viele Vorteile mit sich bringen, gibt es doch gewisse Grenzen und somit werden sicher nicht alle Events durch solch ein Format ersetzt werden. Ein Punkt, der bei Hybrid Events zwar durch Kleingruppen simuliert wird, aber sicher nicht ersetzt werden kann ist der Networking-Faktor. Nichts kann bei einem tollen Kongress ein gemeinsames Abendessen oder wertvolle Gespräche mit spannenden Teilnehmenden und Vortragenden ersetzen. Noch dazu ziehen tolle Events auch oft enorm interessante Menschen aus aller Welt an, für die allein es sich schon lohnt, dorthin zu reisen, um z. B. den nächsten Geschäftspartner oder “Accountability-Buddy” kennenzulernen. Einer meiner nächsten Posts wird übrigens zum Thema Networking sein.

Während du inhaltlich natürlich auch online alles aufsaugen kannst, ist dennoch die Live-Atmosphäre und die dazugehörige Energie nicht zu 100% ersetzbar. Bei PLF Live wurde zwar auch mit Musik gearbeitet, jedoch ist das Erlebnis aus den eigenen Computerboxen durchaus ein anderes, als durch eine große Soundanlage einer Eventhalle. Kurzum: Hybrid Events haben durchaus eine Berechtigung und Zukunft, aber auch Limits. Ein Musikfestival oder Konzert kann ich mir so nur schwer in diesem Format vorstellen.

 

Nicht jedes Online-Event ist ein Hybrid Event

Jetzt mag der Ein oder Andere denken: Das ist ja gar nichts Neues. Webinare, die vor einem Publikum online gestreamt werden, gibt es doch schon lange. Facebook Live ist das beste Beispiel dafür. Jeden Tag gehen tausende Coaches vor einem Online-Publikum live.

Der entscheidende Faktor liegt in der genutzten Technologie. Ein Hybrid Event lebt von der Interaktion mit dem Online-Publikum, von der Einbeziehung der einzelnen Teilnehmenden ins Geschehen. Die Zuschauer, die zu Hause sitzen, erleben die Vorstellung genauso wie der Gast, der in der ersten Reihe sitzt. Nur mit mehr Annehmlichkeiten. Keiner muss stundenlang zu einem Veranstaltungsort fahren und sich dort bei mehrtägigen Seminaren ein Hotel nehmen. Sowohl die, die live am Veranstaltungsort teilnehmen, als auch die, die per PC zugeschaltet sind, können mit dem Referenten interagieren und mit den anderen Anwesenden in Kontakt treten.

 

Du willst ein Hybrid Event veranstalten – Ich helfe dir!

Durch immer schnellere Internetzugänge und einer immer besser gewordenen Technik wurden Hybrid-Events erst ermöglicht.

Jeder kann jederzeit 24/7 per Smartphone, Tablet oder PC von zuhause, aus dem Büro oder von unterwegs an einem Hybrid Event teilnehmen.

Für Veranstalter sind die technischen Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen, schwieriger zu erfüllen. Damit ein Hybrid Event annähernd so spitzenmäßig wird, wie ich es beim PLF Live 2020 oder Virtual UPW erleben durfte, muss erstklassiges und bestens geschultes Personal in der Lage sein, Regie zu führen. Kameras und Mikros müssen nicht nur gut, sondern hervorragend sein. Wie das genau funktioniert und worauf hier zu achten ist, kann ich dir gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern. Aus meiner langjährigen Eventerfahrung und technischem Know-How kann ich dich beim Erstellen deines Hybrid Events unterstützen.

 

Fazit

Hybrid Events sind sicher ein Format mit ganz viel Potential, das wir in Zukunft noch viel mehr erleben werden. Es macht durchaus Spaß und Sinn, daheim vor dem Screen ein Event zu erleben ohne jetzt davor vielleicht tagelang irgendwo hinreisen zu müssen. Gleichzeitig wird es echte Face-to-Face Kommunikation mit Gänsehautatmosphäre und spannenden Gelegenheiten zum Networking wohl nie ganz ersetzen.

 

Wie stehst du zu Hybrid Events? Hast du schonmal an einem Hybrid Event teilgenommen? In welche Richtung denkst du werden sich Events in Zukunft entwickeln?

Moderator werden: 7 Tipps vom Profi

Moderator werden: 7 Tipps vom Profi

Wie werde ich erfolgreicher Moderator – 7 Tipps vom Profi

In meinen ersten Blogbeiträgen ging es hauptsächlich darum, wie du deine Leidenschaft findest, um dein Publikum zu begeistern. Und wie du deine Begeisterung stetig auf das nächste Level bringst.

In diesem Beitrag erfährst du, wie ich es geschafft habe, ein erfolgreicher Moderator zu werden. Und wie ich dazu gekommen bin, heute bei Spitzen-Events wie der TV-Show “Dancing Stars” das Warm-Up oder die Spiele des Fußballnationalteams und die Erste Bank Open in Wien zu moderieren.

Heute bekommst du von mir keine langweiligen Ratschläge, die dich nicht weiterbringen. Ich gebe dir 7 wertvolle Tipps, die du verinnerlichen solltest, wenn auch du ein aufstrebender Moderator werden willst. Es sind Anregungen, die dich pushen, wenn auch in dir die Leidenschaft für das Moderieren brennt.

Als Mentor zeige ich dir, wie es geht. Dieser Beitrag ist auch eine Einladung an dich:

Nimm den leichteren Weg und lerne aus meinen Fehlern und die all derer, die genau wie du mal am Anfang standen.

1. Bleib dir treu und gehe deinen eigenen Weg

Moderator werden gehe deinen weg

Gerade in den Anfängen einer Karriere ist es wichtig, sich selbst treu zu bleiben. Du hast sicherlich eine Vorstellung oder eine Vision von dir, die dich antreibt. Bleib dabei und lass dich nicht verunsichern. Auch bei mir gab es Versuchungen, mich zu verbiegen, um einen weiteren Sprung nach oben auf der Karriereleiter zu machen. Oder auch, um eine vermeintliche Abkürzung zum schnelleren Geld zu nehmen. Es ist wichtig, diesen Versuchungen zu widerstehen und seiner eigenen Linie treu zu bleiben.

Wenn du es schaffst, authentisch zu bleiben, immer die beste Version von dir selbst zu sein, reifst du in den Köpfen der Menschen zu einer Persönlichkeit, die ihnen in Erinnerung bleiben wird. Und vergiß nicht: Dein Gegenüber erkennt, wenn du in eine Rolle schlüpfst, die nicht du bist. Authentisch zu wachsen ist Personal Branding in Reinformat.

2. Mit Zielstrebigkeit erreichst du dein Ziel

werde moderator zielstrebig ans ziel

Sich sein Ziel zu setzen, ist ein wichtiger Schritt auf deinem Weg zum Erfolg. Definiere dein Ziel, erstelle beispielsweise ein Visionboard und schreibe groß darauf “ich bin ein erfolgreicher Moderator” so als ob du es schon erreicht hättest. Habe dein Ziel immer im Fokus und setze dir dabei kleinere Etappenziele, so verlierst du nicht deine Motivation.

Viele Menschen scheitern, weil sie sich zu hohe Ziele setzen oder selbst nicht daran glauben. Sie jagen blind ihrem Lebensziel hinterher, wie der Esel hinter der Karotte und erkennen nicht, dass der Weg zum Ziel genauso wichtig ist. Auf dem Weg zum Erfolg geht ihnen dann die Luft aus.

Damit du dein großes Ziel nicht aus dem Fokus verlierst,

  • trainiere deine Disziplin
  • stärke deinen Willen
  • bleibe geradlinig und
  • zeige Rückgrat

Gerade zu Beginn deiner Karriere musst du am Ball bleiben und zielstrebig mit hundert Prozent Fokus deine Vision verfolgen.

Zielstrebigkeit bei meinem Ziel “Ich bin ein erfolgreicher Moderator” hieß für mich zum Beispiel, in den Anfängen meiner Laufbahn den Hörer regelmäßig in die Hand zu nehmen und zu fragen, ob ich Events moderieren kann.

Denn seien wir einmal ehrlich: Stehst du am Beginn deines Business, egal welches, ist es ebenso wichtig neben dem ganzen Aufbau auch einen Weg zu finden deine Rechnungen bezahlen zu können.

Zielstrebigkeit bedeutet aber auch, bei einmal getroffenen Entscheidungen zu bleiben, ohne Wenn und Aber. Der Weg ist oft nicht von vornherein klar, aber die Richtung muss dir klar sein. Ich habe von Anfang eine wichtige Entscheidung getroffen, und bei dieser Entscheidung bleibe ich und verfolge das Ziel bis heute beständig: Ich habe mich explizit dazu entschieden, dass ich erfolgreich sein werde.

3. Lerne, mit Enttäuschungen umzugehen

tipps moderator mit enttäuschungen umgehen lernen

Ein amerikanisches Sprichwort besagt “the road of success is paved with many failures”. Anders gesagt liegen oftmals Steine auf deinem Weg zum Erfolg. Um wachsen zu können und sich immer treu zu bleiben, muss du Strategien entwickeln, wie du mit Enttäuschungen umgehen kannst.

Ob du Stadionsprecher, Moderator oder ob du in einem anderen Beruf erfolgreich sein willst… Auf deinem Weg nach oben wirst du Enttäuschungen erleben. Erkenne Enttäuschungen als das, was sie sind: das Ende von Täuschungen.

Enttäuschungen werden immer mal wieder deinen Weg kreuzen.

Meine Strategie mit Enttäuschungen umzugehen: Ich frage nicht: Warum passiert mir das? Ich stelle mir die Frage: Was soll mir das Geschehen zeigen? Schärfe deinen Blick für Situationen und für Personen. Mit der Zeit wirst du lernen, deine Erwartungen nicht zu hoch zu setzen, sondern sie der Realität anzupassen.

4. Auch ein Moderator lernt aus Fehlern

ein guter moderator lernt aus fehlern

“A wise man learns from his mistakes. A wiser man learns from the mistakes others made before him.”

JOHN C. MAXWELL

Lerne aus deinen Fehlern. Denn es sind deine Fehler und dein Umgang mit diesen, die deine Persönlichkeit wachsen lassen. Lass es nicht zu, dass gemachte Fehler dein Selbstbewusstsein ankratzen. Fehler gehören einfach dazu.

Besser ist jedoch: Lerne aus den Fehlern Anderer. Schau genau hin, warum ein erfolgreicher Unternehmer in deinem Netzwerk auf einmal strauchelt und nehme das als Chance wahr, den gleichen Fehler nicht selber machen zu müssen.

5. Baue immer und zu jeder Zeit an deinem Netzwerk

moderator werden tipps networking

Du hast wahrscheinlich schon gehört, dass ein gutes Netzwerk das A und O zum Erfolg ist. Vielleicht auch, dass du networken sollst. Aber was bedeuted das eigentlich? Für mich bedeutet das nichts anderes als locker und freundschaftlich mit anderen zu plaudern und wie man bei uns in Wien sagt: Schmäh zu führen. Dieser spezielle Wiener Begriff Schmäh steht für eine besondere Art des Small-Talks. Mir ist es geradezu ins Blut übergegangen. Egal wo ich bin, ich versuche immer eine Beziehung mit meinem Gegenüber aufzubauen. Das Geschäft geht über Menschen! Bring dich in die Köpfe und in die Erinnerung deiner Mitmenschen. Baue Beziehungen auf.

Gehe bei deinem Netzwerk-Aufbau strategisch vor. Schreibe dir auf, welche Personen für dich wertvoll sein können. Erstelle dir deine eigenen “Dream 100”: eine Liste mit 100 Personen oder Unternehmen, die für dich dein Traumnetzwerk wären. Gehe dorthin: zu den Events, in die Restaurants, in Clubs wo Menschen sind, die ähnliche oder gleiche Ziele verfolgen. Überlege dir gut, wo Personen verkehren, die dich inspirieren. Sei immer präsent und verpasse keine oder nur selten Events, die dich weiterbringen können.

Halte dich aber auch gleichzeitig konsequent von Menschen fern, die dir nur Zeit, Geld und vor allem Energie rauben.

Der unternehmerische oder finanzielle Mehrwert darf jedoch nur zweitrangig sein. Überlege immer, was du zuerst als Mehrwert in dein Netzwerk einbringen kannst. Du wirst sehen, das Ergebnis deiner Bemühungen wird nicht lange auf sich warten lassen und vielfach zu dir zurückkommen.

6. Willst du ein erfolgreicher Moderator sein, dann investiere in deine Bühnenpräsenz

moderator werden bühnenpräsenz lernen

Überlege immer gut, welche Prioritäten du setzt und für welche Ziele oder Sachen du dein Geld ausgeben willst. Die Investition in dich selbst und deine Bühnenpräsenz sollte dabei ganz oben stehen. Um der zu sein, der ich heute bin, habe ich in den vergangenen Jahren einen bedeutenden Betrag in meine eigene Entwicklung investiert.

Mein Ziel “Moderator zu werden” klar vor Augen, habe ich direkt am Anfang Geld für eine professionelle Ausbildung zum Sprecher bezahlt. Daneben habe ich mit Stimmbildung, Gesangsstunden und sogar Einheiten beim Logopäden an meiner Stimme gearbeitet. Auch Schauspielunterricht war für mich mit im Programm im Rund-Um-Bühnenpaket.

Ich habe 6 Jahre mit Leidenschaft Turnier getanzt.- Das Turniertanzen habe ich nicht nur geliebt, sondern habe gleichzeitig meine Bühnenpräsenz weiter verbessert.

Mir ist es bis heute wichtig, in meine Weiterbildung zu investieren. Das ist für mich eine Investition, die sich auszahlt.

Wenn du beispielsweise auch eine Karriere anstrebst, wo du auf öffentlichen Bühnen stehst, dann kann ich dir nur empfehlen, an deiner Präsenz zu feilen.

Investiere in etwas, was dich auf der Bühne oder auch als Persönlichkeit weiterbringt.

Mein ganz persönlicher Tipp: Ein Coach oder Mentor ist zwar auf den ersten Blick eine zum Teil nicht unbeträchtliche Investition, aber sie zahlt sich aus.

7. Bleibe bodenständig

moderator werden tipps am ball bleiben

Ein Satz von meinem Mentor Tony Robbins, der mich die letzten zwei Jahrzehnte begleitet hat:

“Die meisten überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen und unterschätzen, was sie in 10 Jahren erreichen“.

In den meisten Fällen kommt der Erfolg nicht über Nacht. Der Anfang ist oft geprägt von scheinbaren “leeren Kilometer”. Meetings, Gespräche, Treffen, die in dem Moment zu nichts zählbarem führen. Erfolgreich wird, wer trotzdem dran bleibt. Selbst wenn sich der Erfolg einstellt ist es wichtig bodenständig und langfristig fokussiert zu bleiben.

Die ersten Jahre bedeuten für dich:

  • am Ball bleiben
  • Misserfolge einstecken und verkraften
  • Fehler machen
  • in dich investieren in vielen unterschiedlichen Bereichen
  • authentisch bleiben und dich trotzdem weiterzuentwickeln

Du siehst, es ist viel zu tun. Du wirst erstaunt sein, was du erreichen kannst, wenn du ein paar meiner Tipps befolgst. Meine Tipps sind keine Garantie für Erfolg, aber mit ihrer Hilfe bin ich heute ein erfolgreicher und gut gebuchter Moderator.

Meine Tipps hier sind nicht nur Anhaltspunkte für Menschen, die auf der Bühne stehen und Moderator werden wollen. Für alle, nicht nur für die, die am Anfang ihres Business oder ihrer Karriere stehen, ist Sichtbarkeit und das ständige Arbeiten an der eigenen Persönlichkeit enorm wichtig.

Meine 7 Tipps kurz und knapp, damit du auf deinem Weg zum Erfolg immer mal wieder einen Blick drauf werfen kannst:

 

  • Bleib dir treu und gehe deinen eigenen Weg
  • Beständigkeit bedeutet keine Langeweile
  • Lerne, mit Enttäuschungen umzugehen
  • Lerne aus deinen Fehlern
  • Baue immer und zu jeder Zeit an deinem Netzwerk
  • Investiere in deine Bühnenpräsenz
  • Bleib auf dem Boden

.

Cool, dass du dir den ganzen Blog durchgelesen hast… nimm dir doch bitte noch eine Minute Zeit und hinterlasse mir einen Kommentar: Was kannst du für dich selbst mitnehmen und gleich umsetzen? Was sind für dich die wichtigsten Bausteine zum Erfolg?

Trage dich in meine E-Mail-Liste ein, um zukünftig keinen Blog-Beitrag zu verpassen!

 

Disziplin lernen: So hebst du deine Willenskraft in 5 Schritten aufs nächste Level!

Disziplin lernen: So hebst du deine Willenskraft in 5 Schritten aufs nächste Level!

Im letzten Beitrag habe ich davon berichtet, auf welchen Wegen ich meine Leidenschaft entdeckt und meine Berufung gefunden habe. In diesem Beitrag soll es nun darum gehen, wie du Disziplin lernen kannst und am Ball bleibst. Was meine ich damit? Wenn du es geschafft hast, endlich deinen Traumjob zu finden und du ihn mit Leidenschaft machst, kommt der nächste Schritt. Ab diesem Zeitpunkt ist es nämlich besonders wichtig, sich Strategien und Methoden zu erarbeiten, um auf der Welle ganz oben zu sein und auch dort zu bleiben. Ich zeige dir, wie du dich immer wieder aufs Neue motivieren und deine Willenskraft ständig weiterentwickeln kannst.

Disziplin lernen: Verfolge dein Ziel stetig!

Im Internet sind aktuell viele Unternehmer unterwegs, die zwar ihre Berufung gefunden haben, es aber nicht schaffen, nachhaltig und langfristig erfolgreich zu sein. Es werden eine Vielzahl von Seminaren angeboten, in der Regel von bereits gut positionierten Coaches, die dir versprechen, innerhalb von drei Monaten mindestens einen vierstelligen Umsatz zu erzielen oder auch gleich Millionär zu werden. In diesen Seminaren geht es nur darum, ganz schnell hohe Ziele zu erreichen.

Der kurzfristige, schnelle Erfolg kann nicht das langfristige Ziel sein. Dein Ziel sollte es sein, dich auf Basis deiner gelebten Berufung ein Leben lang weiterzuentwickeln, um schrittweise ein immer höheres Level zu erreichen. Arbeite daran, die beste Version deiner Persönlichkeit zu werden. Das hört sich mühselig an, und zugegebenermaßen ist es das am Anfang auch. Aus der Sicht eines erfolgreichen Unternehmers kann ich dir sagen, dass die Anfänge nunmal anstrengend sind sowie viel Selbstmotivation und Selbstdisziplin verlangen. Wie habe ich es geschafft, mich immer wieder aufs Neue zu motivieren, mir die richtigen Ziele zu setzen und diese Ziele auch zu erreichen? Ich verrate dir hier meine 5-Punkte-Strategie bestehend aus:

  1. Selbstdisziplin
  2. Selbstorganisation
  3. Netzwerk
  4. Gewohnheiten
  5. Willenskraft

1. Selbstdisziplin: Alles eine Frage der Übung

Gerade wenn man sich wie ich viel in der Welt des Sports bewegt, kann man von den Erfahrungen Anderer lernen. Im letzten Blogbeitrag war mein Tipp bereits: Umgib dich mit den Menschen, die so sind, wie du es werden willst. Ich beispielsweise habe mich bereits früh mit erfolgreichen Sportlern umgeben. Von diesen Sportlern habe ich Selbstdisziplin gelernt und Methoden, wie sie ihre Willenskraft trainieren. Selbstdisziplin führt zu mehr Kontrolle über das eigene Leben. Erfolgreiche Menschen kontrollieren ihr eigenes Leben und lassen sich nicht von ihrem Leben und dessen Umstände kontrollieren. Mit Selbstdisziplin motivierst du dich immer wieder aufs Neue, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Ich gehöre zu den Menschen, die am produktivsten frühmorgens sind. Ich habe mich dahingehend diszipliniert sind, dass ich jeden Morgen zwischen 04.30 und 05.00 Uhr aufstehe und meine Übungen zu machen, die mich mental und körperlich in Bestform halten. 

Dreieck Diagramm Strategie und Motivation Leidenschaft Willenskraft Disziplin lernen

2. Verbessere deine Selbstorganisation stetig! Oder lagere sie aus

Selbstorganisation ist etwas, was die meisten Menschen nicht im Fokus haben. Selbstorganisation bringt Struktur ins Leben. Und Struktur beeinflusst das persönliche Sicherheitsempfinden positiv. Wenn du also beispielsweise ganz genau weißt, wo sich deine Unterlagen befinden, wann dein Steuertermin ist und wann dein nächstes Meeting, dann gerätst du nicht so leicht unter Stress. Du kannst ohne Zeitdruck gute Entscheidungen treffen und dich dabei nicht nur auf die dringenden Dinge, sondern vor allem auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren. Wenn du kein Meister der Organisation bist, lagere diesen Teil deines Unternehmens aus. Es gibt viele virtuelle Assistenten, die dich unterstützen können. Wenn du selbstorganisiert bist, hast du viel mehr Zeit, dich um die wesentlichen Dinge deines Unternehmens zu kümmern. Mein persönlicher Tipp: Nimm dir jedes Wochenende eine Stunde Zeit. Plane in dieser Stunde deine Woche im Voraus. Dann brauchst du unter der Woche nur kleine Verbesserungen vornehmen.

3. Disziplin lernen: Baue ein Netzwerk auf, dass dich trägt

Ein weiterer Tipp, den ich dir heute geben möchte, ist folgender: Wenn du ein Business startest, ist es zwingend notwendig, dass du bereits von Anfang an ein Netzwerk aufbaust. Ein Netzwerk trägt dich in mehrfacher Hinsicht. In deinem Netzwerk sind Menschen mit ähnlichen Zielen versammelt. Ihr könnt euch gegenseitig motivieren, empfehlen und unterstützen. Wenn du einmal down bist und dich Selbstzweifel auffressen, ob deine Berufung wirklich die richtige ist, kannst du dich innerhalb deines Netzwerkes auf Augenhöhe austauschen. Wenn in deinem Netzwerk Menschen und Unternehmer sind, die bereits deine Ziele erreicht haben… umso besser! Eine effektivere Motivation kann es kaum geben. Messe dich immer an erfolgreichen Menschen. Überlege dir, wo du am besten die Menschen finden kannst, die dir auf deinem Weg weiterhelfen können. Verbringe dort einen Teil deiner Zeit.

Ronny Leber Tom Brady Selbstdisziplin lernen vom Super Bowl Champion
Selbstdisziplin – lernen von den ganz Großen… Ronny mit Tom Brady – mittlerweile 6-facher Super Bowl Champion

4. Selbstdisziplin lernen durch neue Gewohnheiten

Gewohnheiten, das hört sich zuerst einmal langweilig an. Gewohnheiten geben dir genau wie Selbstdisziplin Struktur. Übe dich in Gewohnheiten, die dir gut tun. Man kann Gewohnheiten auch als Rituale bezeichnen. Feier deine Erfolge mit immer den gleichen Ritualen. Wenn du einen guten Geschäftsabschluss gemacht hast, gehe zum Beispiel danach in dein Lieblingsrestaurant essen. So speicherst du in deinem Unterbewusstsein die logische Reihenfolge: Erfolg führt zu gutem Essen und das führt zur Motivation für den nächsten Erfolg. Gewohnheiten verhindern Zufälligkeiten, die dich aus der Bahn schmeißen können.

Ronny Leber Willensstärke Willenskraft New York Marathon
Willensstärke ein Foto vom New York Marathon 2018

Gewohnheiten sind unglaublich wichtig… und sie machen oft DEN Unterschied zwischen langfristigem Erfolg und Misserfolg aus. Wenn du langfristig erfolgreich sein willst, dann musst du regelmäßig die richtigen Dinge tun. Das geht einfach am Besten (oder NUR) über Gewohnheiten.Und last but not least: Genauso wichtig wie Gewohnheiten, die einen zum regelmäßigen Handeln führen, sind die Gewohnheiten, Handlungen bewusst NICHT zu tätigen. Beide können sowohl förderlich als auch destruktiv für den Erfolg sein.

5. Disziplin lernen und Willensstärke trainieren mit Hilfe eines Coaches

Du hast bereits viel über Selbstdisziplin und Gewohnheiten gelesen. Für ein gutes Durchhaltevermögen auf dem Marathon zum nachhaltigen Erfolg solltest du über eine starke Willenskraft verfügen. 

Wusstest du, dass Willenskraft ein Muskel ist, den man trainieren kann und der jeden Tag im Laufe des Tages abnimmt? Je mehr förderliche Gewohnheiten du bereits in deinem Leben hast, desto mehr Willenskraft hast du für die wichtigen Entscheidungen noch übrig.

Und damit schließt sich auch der Kreis: Gewohnheiten, Disziplin und Motivation bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Erlerne Methoden und Tools, die dein Mindset und deine Willenskraft stärken. Lerne stetig; erweitere dein Wissen. Leiste dir einen Coach, der dich immer wieder motiviert und der dich zum Erfolg begleitet. Schon Warren Buffet wusste: Eine Investition in deine Persönlichkeit ist die beste Investition, die du machen kannst!

Was kannst du dir für deine Disziplin mitnehmen? 

Welche Gewohnheiten würdest du gerne etablieren oder ablegen?

Deine Meinung ist wichtig! Kommentiere hier!



Finde deine Leidenschaft

Finde deine Leidenschaft

Wir befinden uns aktuell in einer unglaublich spannenden Zeit. Wirtschaftliche Unsicherheit. Wo geht es hin. Wie mache ich weiter. Was die einen mit sehr viel Sorge betrachten nehmen andere zum Anlass genau jetzt etwas neues auszuprobieren. Wenn nicht jetzt, wann dann! 

In genau dieser Situation war ich, als wir vor zwölf Jahren nach dem großen Bankencrash zum letzten mal in einer wirtschaftlich ähnlichen Lage waren. Im Nachhinein gesehen war es ein großes Geschenk für mich. Ansonsten wäre ich vielleicht in einem „normalen“ Angestelltenverhältnis gelandet und hätte es nicht gewagt meiner Leidenschaft auf den Grund zu gehen und dieser auch nachzugehen. Darüber bin ich heute noch dankbar und wäre sonst wohl nie heute als Moderator, Keynote Speaker und Executive Legacy Coach tätig.

Ich nehme dich also mit auf eine Reise. Eine Reise, auf der du erkennst, dass auch du die Fähigkeiten mitbringst, deine Leidenschaft zu finden und zu leben. Dazu möchte ich dir die Geschichte meines Werdegangs erzählen. Wie es dazu kam, dass ich heute ohne Angst auf großen internationalen Bühnen stehe und dort mein Publikum unterhalte. Ich erzähle dir, wie ich die Bühne zu meinem persönlichen “Home of Magic Moments” mache und wie ich performe, wenn es darauf ankommt.

Berufung finden = Ein Leben voller Begeisterung

Meine Laufbahn zu einem der bekanntesten Speaker im deutschsprachigen Raum begann bereits 2008, als ich mein Studium (Betriebswirtschaftslehre und Sportmanagement) beendet hatte. Ich stand unerfahren da und stellte mir sehr viele Fragen:

  • Wie finde ich meinen Traumberuf?
  • Was ist meine Bestimmung?
  • Worin will ich Experte sein? 
  • Für was brenne ich? 
  • Wo liegt meine Leidenschaft?

Es war mir wichtig, nicht in irgendeinem 9-to-5-Job gut zu sein, sondern ein Ziel zu verfolgen, für das meine Begeisterung niemals erlischt. Ich wollte meine Lebensaufgabe finden. Ich habe bereits damals in meinem Freundeskreis und näherem Umfeld viele Menschen beobachtet, die zwar erfolgreich, aber nicht mit dem Herzen bei der Sache waren. Menschen, die überfordert ihrer Arbeit nachgingen und immer viel zu nah vor einem Herzinfarkt oder einem Burnout standen. Kurzum: Menschen, die ihre Berufung nicht kannten. Menschen, denen ihr Beruf keine Freude machte.

Es gibt nicht nur den einen Traumberuf – es kommt auf die Berufung an!

Ich war mir bereits damals bewusst, dass ich nur mit der richtigen Lebenseinstellung meine Berufung, und somit auch einen Traumberuf finden würde. Ein Beruf, der mich auch langfristig befriedigen und mir obendrauf, sozusagen als Sahnehäubchen, Erfolg bescheren würde. Es musste mir doch gelingen, DIE Sache zu finden, die meine Passion war und die dazu auch noch meiner Persönlichkeit entsprach. Während meiner Studienzeit hatte ich schon so einiges ausprobiert, was mich aber auf Dauer nicht erfüllt hatte. Ich wollte etwas finden, was mich wirklich langfristig faszinieren würde. Denn meine Leidenschaft war ja schon vorhanden, sie wollte nur entdeckt werden.

Aber wie stellt man das an? Vor allem, wenn man keine Ahnung hat, was einen wirklich auf Dauer befriedigt. Ich fing also an, mir Fragen zu stellen, in mich hinein zu horchen und mich selbst zu beobachten.

Was Tony Robbins und Sportevents gemeinsam haben

Bereits seit 2000 beschäftigte ich mich beispielsweise viel mit dem Weltklasse-Coach und Bestseller-Autor Tony Robbins. Ich versuchte herauszufinden, was mich an ihm so sehr faszinierte. Seine Seminare und Informationen habe ich nahezu aufgesogen wie ein Schwamm. Ich hatte bereits damals wie heute eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Besonders fasziniert war ich zudem von großen Sport-Events. 

Ronny Leber und Tony Robbins

Ronny mit Tony Robbins auf Hawaii 2001

Wenn ich in großen Stadien war und mir internationale Fußballspiele ansah, dann fühlte ich diese Elektrizität in der Luft. Ich merkte, dass sich hier an diesem Ort für eine kleine Weile die Welt nur um dieses eine Ereignis dreht. Wie in einem ganz eigenen, in sich geschlossenen Kosmos: Ein Universum der Begeisterung. Ich wusste instinktiv: Da wollte ich hin.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an

Interessanterweise suchte im gleichen Jahr, als ich mein Studium beendet hatte, der Fußballverein Rapid Wien einen Nachwuchs-Stadionsprecher. Ich moderierte also damals zum ersten Mal zwei Spiele vor einer kleinen Gruppe von knapp 150 Leuten. Damit war der Grundstein gelegt. In den folgenden Jahren (zwischen 2008 und 2012) moderierte ich fast 4 Jahre lang einmal monatlich ein Fußballspiel der Rapid Wien. Ein Jahr später, wieder irgendwie zufällig, war ich auf einem Fest der Sport-Uni. Als die Party schon fast zu Ende war und die Sonne bereits aufging, ergriff ich die Initiative und fragte eine Kollegin, ob nicht die Stelle des Stadionsprechers für die Vienna Capitals neu besetzt werden würde. Am Tag darauf rief sie an und meinte: “Wir suchen gerade!” Und ja, damit begann dann meine Laufbahn.

Ronny Leber Stadion American Football

Ronny bei der American Football Weltmeisterschaft 2011

2009 moderierte und begleitete ich also Spiele mit einer Zuschauerschaft von 3.500 bis 4.000 begeisterten Menschen. Danach ging es rasend schnell bergauf. 2011 moderierte ich bereits das erste Mal ein Spiel der Fußball Nationalmannschaft sowie das österreichische Pokalfinale. Ebenso durfte ich 2011 die American Football Weltmeisterschaft moderieren.  Nach Stationen bei den Olympischen Jugendspielen (2012) und der Ski-Weltmeisterschaft in Schladming (2013) darf ich seit 2014 die Erste Bank Open – Österreichs bedeutendstes Tennisturnier – moderieren. Nebenbei habe ich noch eine Sprecherausbildung absolviert. Mir war klar, dass das eine große Chance war und ich wollte alles dafür tun, um mich selbst zu verbessern. Für den ersten Eindruck hat man nunmal nur die eine Chance.

Mit den richtigen Fragen die Berufung finden

Finde deine Leidenschaft mit diesen Fragen

Die richtigen Fragen um deine Leidenschaft zu finden

Ich möchte aber nochmal zurückkommen auf die Frage, wie ich meine Berufung finden konnte. Eigentlich war es ganz einfach. Ich habe mir zur richtigen Zeit die richtigen Fragen gestellt

  • Was mache ich in der Freizeit? 
  • Über welche Themen unterhalte ich mich gern mit meinen Freunden? 
  • Was begeistert mich?
  • Was bewegt mich emotional?
  • Wofür gebe ich gerne Geld aus?
  • was hat mich schon seit meiner Kindheit begeistert?
  • Zu welchen Themen lese ich gerne etwas bzw. was interessiert mich?

Die Berufung zu finden, ist nicht nur eine Frage der Motivation, sondern es geht darum, zu beobachten, was dein Herz berührt. Berufungsfindung hat viel mit Emotionen zu tun. Nur wenn dein Gegenüber, oder in meinem Fall meine Zuschauer, merken, dass du für das, was du tust, brennst, kannst du langfristig und nachhaltig erfolgreich sein.

Wenn du noch auf der Suche nach deiner Berufung bist, kann ich dir nur empfehlen, genau in dich hinein zuhören. Setz dich nicht unter Druck, sondern lass dir die Zeit, die du brauchst. Denn hierbei handelt es sich eine wichtige Entscheidung, die dich langfristig begleiten wird. Die eine richtige Passion zu finden ist nicht nur mal eben in fünf Minuten abgetan. Ich selbst habe Monate gebraucht, bis ich gespürt habe, wohin meine Reise gehen würde. Und was ich ganz klarstellen möchte: Deine Berufung zu finden hat nichts damit zu tun, einen gut bezahlten Job zu finden!

Es gibt auch Menschen, die ihre Berufung im sozialen oder karitativen Bereich finden und die auf dieser Ebene erfolgreich sind. Erfolg muss ohnedies immer jeder für sich selbst definieren. 

Bedeutet Berufung auch garantierten Erfolg?

Hast du deine Berufung gefunden, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass du in kürzester Zeit Millionär wirst. Jedoch ist es sehr wahrscheinlich, dass du, wenn du etwas tust für das du brennst, damit auch sehr erfolgreich sein wirst. Wenn dein Beruf deine Passion ist, ist der Erfolg, je nachdem wie du ihn definierst (Geld oder Ruhm und Ehre), eine zwangsläufige Folge. Um es ganz klar zu sagen : wenn du über deine Berufung nachdenkst, dann darf es primär nicht ums Geld gehen. Mach es wie ich! Ich bin immer der festen Überzeugung gewesen, dass alles, was ich mit Begeisterung mache, gut und erfolgreich sein wird. Wenn ich in etwas gut bin, oder der Beste oder sogar der Beste der Welt, dann werde ich mir über Geld keine Gedanken machen müssen. Dann wird sich ein Weg öffnen, mein Handeln auch zu monetarisieren.

Und zu guter Schluss noch ein weiterer, ganz persönlicher Tipp: Umgib dich möglichst viel mit den Menschen, die dich inspirieren und die deine Vorbilder sind. Wenn du zum Beispiel Coach werden willst, umgib dich mit anderen, die schon länger in diesem Beruf arbeiten und baue dir ein Netzwerk von Coaches auf. Diesen Tipp habe ich selbst befolgt und inzwischen arbeite ich als Trainer im Team von Tony Robbins. Etwas, was ich mir bereits als Ziel 2001 in den Kopf gesetzt habe. Es dauerte 15 Jahre bis mein Ziel Realität wurde.

Was ist deine große Leidenschaft? Was sind deine größten Hindernisse, deine Leidenschaft zu entdecken oder zu verfolgen?

Deine Meinung ist wichtig! Kommentiere hier!



Restrukturierung unserer Arbeitswelt: Der neue Alltag im Home-Office

Restrukturierung unserer Arbeitswelt: Der neue Alltag im Home-Office

Arbeiten im Home-Office ist aufgrund der aktuellen Situation angesagter als jemals zuvor. Das erfordert bei vielen Unternehmen eine Restrukturierung der Arbeitsweise.

Ich selber arbeite als Selbstständiger bereits seit mehr als zehn Jahren von zuhause aus. Daher kann ich sagen, dass ich viel Erfahrung in Bezug auf “Home-Office“ oder “von zuhause aus Arbeiten“ habe. 

Vor zwei Wochen habe ich ein Webinar zu diesem Thema gegeben. Im Webinar “Fokus und Spaß im Home-Office“ habe ich gemeinsam mit den Teilnehmern über die Vor- und Nachteile des von zuhause aus Arbeitens gesprochen. 

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich Unternehmen unterstützen, die erstmals vor der Herausforderung stehen, Teams im Home-Office zu leiten. Große Unternehmen, die bereits Arbeitsprozesse digitalisiert haben, haben schon vor der Krise angefangen, Arbeiten auszulagern und ihre Mitarbeiter “remote” arbeiten zu lassen. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist das Arbeiten der Mitarbeitenden von zuhause oftmals noch Neuland und mit vielen Vorbehalten, Erwartungen und Ängsten behaftet. Es erfordert eine Restrukturierung und eine Neuausrichtung vieler Unternehmen.

Gleichzeitig möchte ich aber auch die Arbeitnehmenden, die nun am Anfang einer für sie vollkommen neuen Arbeitsweise stehen, ermuntern, das Arbeiten von zuhause aus, als Chance für mehr Freiraum und Flexibilität zu sehen.

Lass uns gemeinsam auf folgende Themen in Bezug auf Home-Office näher eingehen :

  • Welches sind die großen Herausforderungen bei der Remote-Arbeit?
  • Welche Bedingungen sollte der Arbeitsplatz im eigenen Heim erfüllen?
  • Wie geht man mit Ablenkungen um?
  • Wie strukturiert man sich am effektivsten im Home-Office?
  • Wie kann man das physische Miteinander unter Kollegen ersetzen?
  • Bleibt das “remote” Arbeiten nur eine Erscheinung in Zeiten Coronas oder wird sich die Arbeitswelt dahingehend verändern?
  • Welche Faktoren sind für eine erfolgreiche Restrukturierung deines Unternehmens notwendig?

Ist der ideale Arbeitsplatz der Zukunft bei dir zuhause?

Viele meinen in der aktuellen Situation, dass der Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden das Allheilmittel ist. Kosteneinsparung bei Unternehmen und freie Zeiteinteilung auf der Arbeitnehmendenseite sind schlagkräftige Argumente dafür. Welche Voraussetzungen müssen jedoch gegeben sein, um das Arbeiten in “Utopia” auch Realität werden zu lassen? 

idealer arbeitsplatz home office richtig einrichten artikel restrukturierung

Nach meiner Auffassung gibt es hier zwei Parteien, die dafür Sorge zu tragen haben, dass der Home-Office-Arbeitsplatz erfolgreich umgesetzt werden kann. Es erfordert eine Restrukturierung auf beiden Seiten.

  1. Das Unternehmen

Das Unternehmen ist in der Verantwortung, einen möglichst optimalen Arbeitsplatz im Zuhause des Arbeitnehmers zu schaffen und die Grundvoraussetzungen für das digitale Arbeiten zu erschaffen. Die digitale Anbindung muss 100% sein, die Hard- und Software muss auf dem neuesten Stand sein. Die äußerlichen Bedingungen müssen dem Arbeitsschutzgesetz entsprechen. Ein ergonomischer Schreibtisch und Schreibtischstuhl dürfen nicht fehlen.

  1. Die Arbeitnehmenden 

Die Arbeitnehmenden müssen sich selbst organisieren und strukturieren. Ihnen muss bewusst sein, dass ihr Firmenarbeitsplatz nun in die eigenen 4 Wände verlegt wurde. Das bedeutet für sie: Sie stehen in der Verantwortung, ihren Arbeitsplatz sicher und sauber zu halten. Da sollte kein Spielzeug vom Sohnemann rumliegen, was ablenken kann. Unterlagen müssen genauso geordnet und auffindbar sein, als ob sie an einem Schreibtisch in der Firma sitzen würden.

Ein Arbeitsplatz zuhause bedarf mehr Struktur und mentale Unterstützung vom Unternehmen als der angestammte Büro-Arbeitsplatz.

Welche Herausforderungen bringt die Arbeit im Home-Office mit sich?

herausforderung home office meistern blog ronny leber

In meinem ersten Webinar habe ich eine kleine Umfrage erstellt. Das Ergebnis ist sicherlich nicht repräsentativ, lässt aber eine Richtung erahnen.

  • Etwas über ein Viertel der Befragten bemängeln, dass der Arbeitsplatz zuhause nicht den optimalen Anforderungen entsprechen würde.
  • Fast 18% der Befragten befürchten, dass sie im Home-Office zu viel abgelenkt werden würden.
  • 23% sind sich sicher, dass das Arbeiten in den eigenen vier Wänden mit einem Motivationsverlust einhergehen würde und somit auch ein Produktivitätsverlust folgen würde.
  • Über 30% befürchten, dass der Kontakt zu den Kollegen fehlen wird.

Diese Herausforderungen sind nicht nur alleine “Sache” der Arbeitnehmenden, die nun von zuhause arbeiten sollen. Unternehmen müssen ihre Unternehmensstrategie dahingehend ausrichten, dass die Arbeitnehmenden durch Mindset-Training und Coaching mental unterstützt werden.

Wie bringe ich Struktur in den Arbeitsalltag in den eigenen vier Wänden?

Wie bereits oben angesprochen und auch in meinem interaktiven Webinar deutlich erwähnt: Ein erfolgreiches Arbeiten im Home-Office steht und fällt mit einer Tages- und Wochenstruktur.

Es ist wichtig, dass du dich fokussierst und dir klar machst, dass diese Zeit kein Urlaub ist. Stehe zu einer festen Zeit auf, erschaffe eine reale Situation und motiviere dich selbst.

Setz dir neben den Zielen, die dein Unternehmen dir vorgibt, Zwischenergebnisse für jeden Tag und für jede Woche.

Bringe Abwechslung in die Struktur, in dem du auch zeitliche Blöcke integrierst, in denen du mal abschalten oder dir dein Mittagessen zubereiten kannst.

restrukturierung blog artikel struktur

In meinem letzten Blog bin ich speziell auf dieses Thema eingegangen und habe dir meine “Hour of Power” vorgestellt. Schau noch einmal rein, ob du hiervon etwas für dich übernehmen kannst.

Struktur zu erschaffen hat auch etwas mit intrinsischer und extrinsischer Motivation zu tun.

Intrinsische Motivation ist die Motivation, die aus dir selbst herauskommt. Dafür bist du verantwortlich. Arbeite täglich an deinem Mindset und lasse dich dabei unterstützen.

Für die extrinsische Motivation ist das Unternehmen zuständig mit Zielvorgaben und verknüpften Boni, die du erreichen kannst. Grundsätzlich ist die intrinsische Motivation auf jeden Fall die wertvollere, da sie von innen kommt und sich zeitlich nicht abnutzt. Wie du am Besten deine Leidenschaft und somit deine intrinsische Motivation findest, erkläre ich dir in einem meiner nächsten Blogs (du kannst dich jetzt schon hier eintragen, damit du keinen Blogbeitrag versäumst).

Ein kleiner Trick für die Eigenmotivation besteht darin, sich tatsächlich optisch auf seine Arbeitszeit vorzubereiten. Ein Agenturleiter einer Versicherung beispielsweise macht sich jeden Morgen vor Arbeitsbeginn so zu recht, als ob er einen Kunden besuchen will. 

Wie schützt du dich vor Ablenkungen in deinem Zuhause?

Eine ganz besondere Herausforderung für viele Arbeitnehmenden, die sich erstmalig mit dem Gedanken des „Zuhause-Arbeitens“ auseinandersetzen, ist es, von Beginn an eine Arbeitsstruktur zu etablieren. Es gilt, den Spagat zwischen Arbeiten und der Mutter- oder Vaterrolle zu meistern.

home office ablenkung vermeiden blog artikel restrukturierung

Hier hilft es nur, von Anfang an klare Regeln aufzustellen:

  • Mach dir eine feste zeitliche Struktur zu eigen.
  • Erkläre deinen Familienangehörigen, dass Papa oder Mama jetzt in diesem Moment keine Zeit zum Spielen haben.
  • Organisiere dich selber so, dass du die Tätigkeit als Arbeitnehmender klar von dem “Sein” als Familienmitglied trennen kannst.

Unterstützen kann das Unternehmen seine Teammitglieder im Home-Office zum Beispiel dadurch, dass es Zeiterfassungsprogramme zur Verfügung stellt. So wird die Produktivität sowohl für das Unternehmen als auch für die Arbeitnehmenden transparent.

Gruppengefühl stärken durch digitale Meetings mit Kollegen — geht das?

Eine große Herausforderung für Viele ist das vorherrschende Gefühl, “alleine auf weiter Flur” zu arbeiten. Der Kollege, mit dem man einen Plausch in der Mittagspause gemacht hat und der mit der Zeit fast zu einem Freund avancierte, sitzt jetzt genauso isoliert im Homeoffice wie du selbst. Und er kämpft mit den gleichen Herausforderungen.

Die vermeintliche soziale Isolation kann durch gezielte Kollegen-Meetings unterbrochen werden. Technische Möglichkeiten gibt es dafür viele.

Meetings und Konferenzen sind heute beispielsweise über 

  • Skype
  • Google Hangouts
  • MS Teams
  • Zoom
  • Slack

und viele andere Tools möglich. Ein Zeichen, dass dies auch von Unternehmen und Arbeitnehmenden genutzt wird, sieht man beispielsweise am Aktienkurs von Zoom Inc. Seit Corona hat sich dieser nahezu verdoppelt.

meeting mit kollegen in zeiten von home office und remote work

Eine andere Idee ist es auch, gemeinsame Pausen zu vereinbaren, damit das Gruppengefühl erhalten bleibt und nicht verloren geht. Auch das gemeinsame Mittagessen kann ganz gut mit einem Zoom-Call verbunden werden, um sich auszutauschen und upzudaten.

Zu beachten ist hier, dass Online-Meetings neben der technischen Komponente durchaus auch andere Verhaltensregeln erfordern. Ist es in einer normalen Sitzung sehr einfach, sich mit dem Nachbarn auszutauschen führt das online schnell zu Verwirrung, wenn alle durcheinander reden. Dafür gibt es bei vielen Tools die Möglichkeit, den Chat einerseits als Gruppenchat und gleichzeitig auch als Einzelchats zu verwenden, um Dinge am Rande zu besprechen.

Wo liegen die großen Chancen in der neuen Arbeitswelt?

Für uns alle kann das Loslassen von altbewährten Arbeitsstrukturen ein enormes Potenzial in Unternehmen und in der eigenen Persönlichkeit freisetzen.

Es werden nicht nur Arbeitswege eingespart. Eine Restrukturierung der Arbeitswelt bedeutet im Allgemeinen:

  • mehr Flexibilität 
  • mehr Kreativität
  • mehr Zeit für Familie
  • mehr Eigenverantwortung 
  • weniger Umweltverschmutzung
  • neue Werte

Die Vorteile für Unternehmen liegen klar auf der Hand. Remote Arbeiten bedeutet für Unternehmen u. a. Kostenersparnis durch den Wegfall von Büromieten. Sie haben die Möglichkeit, deutlich flexibler auf Mehrarbeit durch neue Projekte zu reagieren. Spezielle Aufgabengebiete, die nicht dauerhaft anfallen, können an externe Spezialisten outgesourced werden.

chancen home office remote work blog artikel

Arbeitnehmende sind nicht nur zeitlich flexibler in ihren Tätigkeitsfeldern, sie können auch von überall auf der Welt arbeiten. Sie haben darüber hinaus die Chance, sich in dem Arbeitsgebiet zu spezialisieren, was ihnen wirklich Freude bereitet. Flexibel einsetzbare Spezialisten sind heute gefragter denn je. Sie können an vielen verschiedenen Projekten mit unterschiedlichen Auftraggebenden gleichzeitig arbeiten und so weitere Unabhängigkeit erlangen.

Krise zu Ende — war es das dann mit der Restrukturierung? 

Auch nach der Krise wird sich die Welt weiter drehen. Es wird mehr Unternehmen geben, die die positiven Auswirkungen vom Arbeiten im Home-Office erkennen und ganze Bürokomplexe einsparen werden.

Es wird auf Dauer weniger kostenintensive Reisen zu einem einstündigen Meeting irgendwo auf der Welt geben. Künftig werden Entscheidungen in digitalen Konferenzen fallen. Man muss dabei auch ganz klar sagen, digital sind da keine Grenzen nach oben gesetzt. Wir sind technisch so gut aufgestellt, dass es weltumspannende Konferenzen mit 1.000 und mehr Teilnehmenden geben kann.

Viele Unternehmen werden sich zudem auch die Frage stellen: Wie gehe ich überhaupt mit der aktuellen Arbeitgebenden-Arbeitnehmenden-Situation um? Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses althergebrachte Arbeitsmodell immer weniger zum Einsatz kommt und sich neue Strukturen etablieren.

krise zu ende aussicht remote work nach krisenseiten blog ronny leber

Unternehmen werden wohl in Zukunft immer mehr outsourcen und zwar projektbezogen und global. Gleichzeitig werden mehr Arbeitnehmende zu Freelancern und in verschiedenen Projekten für mehrere Unternehmen teilweise sogar gleichzeitig arbeiten.

Somit werden “Spezialisten” immer gefragter auf dem Arbeitsmarkt und für jeden momentanen Arbeitnehmenden sollte sich die Frage stellen: Worin möchte ich Spezialist sein? Auch das klassische Zeit-gegen-Geld-Modell wird wohl immer mehr resultatsbezogenen Verdienstmodellen weichen. 


In welche Richtung wird sich die Arbeitswelt deiner Meinung nach entwickeln? Welche Erfahrungen hast du bereits gemacht mit dem Arbeiten von zuhause? Mit welchen Gefühlen blickst du der aktuellen Restrukturierung entgegen?

>