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NFL-Festival in Houston! Gegner New England!

 

Es war wieder mal so weit! Meiner jüngste USA-Reise habe ich wieder ausgiebig für Ideen und Inspiration im Sport-Entertainment genutzt. Am Programm standen diesmal zwei Spiele der NFL (National Football League), ein Spiel der NBA (National Basketball Association) sowie ein Duell in der NHL (National Hockey League). Spannend war wieder die Beobachtung:  es gibt nichts, was es nicht gibt! Geht nicht – gibt’s nicht!

Es begann in Houston! Wenn wir beispielsweise oft vom Ski- oder Formel 1-Zirkus sprechen so ist die NFL ein riesiges Festival im Vergleich dazu, das sich jede Woche an mehreren Orten gleichzeitig wieder findet. Schon am Weg zum Stadion glich der Parkplatz Stunden vor dem Spiel einer Partymeile. “Tailgating” heißt das Zauberwort. Du musst dir das so vorstellen, als ob du zu einem Fußball-Länderspiel fährst, ein paar Stunden vor der Stadionöffnung dein Auto vor dem Stadion einparkst, dort den Griller aus dem Kofferraum nimmst und mal eine saftige Grillerei startest. Daneben baust du dann noch ein paar Flatscreen-TVs auf und dort flimmern dann diverse andere Spiele über die Schirme. Was für einen Europäer etwas seltsam klingt ist in den Vereinigten Staaten Standard. Vor JEDEM Spiel.

3 Stunden vor Spielbeginn war ich pünktlich vor dem 71.500 Zuseher fassenden Reliant Stadium um meine Akkreditierung mit Field Access abzuholen. Genug Zeit also um bis zu Spielbeginn die Orientierung im Stadion zu finden. Während die Tore noch geschlossen waren haben sich die ersten Spieler schon am Spielfeld aufgewärmt. Zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn öffnen sich die “Gates” – es füllt sich langsam. Bemerkenswert auch die relativ hohe Anzahl an Gästefans. Und die Gäste waren nicht irgendwer. Mit den New England Patriots, angeführt von Star-Quarterback Tom Brady, kam ein 3-facher Super Bowl Champion in das Stadion in dem er 2004 seine zweite Vince Lombardi Trophy nach der Super Bowl XXXVIII stemmen konnte! Interessant ist auch, dass es in der NFL Gang und Gebe ist Pre-Game Field-Access Passes auszugeben – also Pässe mit denen Fans ihren Idolen beim Warm Up hautnah über die Schulter blicken können. Und danach? Da beginnt sie. Die große Football Show!

Ich hatte das Glück beim Einzug der Heimmannschaft direkt am Feld zu sein. Ein Erlebnis aus einer Perspektive, das in Erinnerung bleibt. Die starting Line Up wird mit epochaler Anmoderation, lauter Musik, jeder Menge Nebel, meterhohen Feuerfontänen und einem Spalier aus handselektierten Cheerleadern zelebriert. Kurzum – ein Spektakel! Danach wird noch, wie bei jedem Sportereignis in den USA üblich, die Amerikanische Hymne gesungen. Nach dem ganzen Ballyhoo geht es dann endlich los. Ja – es wird auch noch Football gespielt.

Das Spiel selbst war wie so viele Spiele in dieser Saison ein sehr spannendes! Obwohl Houston zur Halbzeit schon 17-7 geführt hat wurde es in der zweiten Halbzeit wieder richtig eng. Das interessante beim Football ist ja, dass die Fans laut sind wenn die Defense der Heimmannschaft am Feld ist – nicht die Offense. Das mag sich zunächst für einen Fußball-Gewöhnten Sportfan komisch anhören – ist aber auf den zweiten Blick logisch. Da der Quarterback, der Dirigent der Offense, auf dem Spielfeld oft noch im letzten Augenblick Kommandos zu seinen Mitspieler ruft ist es wichtig, dass er von denen auch gut verstanden wird. Daher sind natürlich die Heimfans ruhig wenn der eigene Quarterback mit seiner Offense am Spielfeld steht und umgekehrt entsteht ein Lautstärkepegel, der jedem Festival zur Ehre reichen würde. Erst vor ein paar Wochen haben die Fans der Kansas City Chiefs mit einem Dezibel-Pegel von 137,5 einen neuen Weltrekord aufgestellt. Da ich direkt an der Sideline gestanden bin hab ich diese Geräuschkulisse hautnah mitbekommen und mich gefragt – wie kann bei diesem Lärm allen ernstes noch jemand sein eigenes Wort verstehen, geschweige denn irgendwelche Kommandos. Ein Erlebnis das wahrlich unter die Haut geht.

Die vielen für TV-Konsumenten lähmenden Unterbrechungen fallen live vor Ort gar nicht ins Gewicht. Hier passiert einfach ständig etwas. Egal ob laute Musik über die Boxen dröhnt, die Vidiwall mit motivierenden Clips gefüttert wird oder die Cheerleader eine kurzweilige Tanzperformance abliefern – es tut sich immer was. Das kann ja leider vor dem Flimmerkasten nicht immer behauptet werden. Und wenn es am Ende noch so eng zugeht wie in dem Spiel hält es sowieso kaum noch jemanden auf den Sitzen. Es kam, wie von vielen Experten erwartet. New England gewann letztendlich, zwar knapp aber doch, mit 34-31. Sobald der letzte Spielzug vorbei ist und die Spieler auf dem Feld noch beim gegenseitigen Handshake sind stürmt eine Masse von Reportern, Fotografen und TV-Kommentatoren das Spielfeld und gesellt sich inmitten der Athleten. Auch das ist in europäischen Stadien bei weitem nicht üblich. Aber das unüblichste kommt noch.

Die US-Sportligen sind perfekt vermarktet und medial aufbereitet. Hier wird alles für und rund um die Medien gemacht um die optimale Inszenierung zu haben. Nicht nur beim Entertainment, auch bei der Berichterstattung. Nach dem Spiel beeilen sich die Spieler um in die jeweilige Umkleide-Kabine zu gelangen. Nur um dort, nach einer kurzen Ansprache des Head-Coachs schon wieder den Medien ausgesetzt zu sein. Als ich in den Lockerroom der New England Patriots kam war es ein wildes durcheinander aus Betreuern, die Sportutensilien zusammen räumen, Reportern die an irgendwelchen Spinden mit Kameras und Mikrofonen vor einem Spieler stehen und Athleten die frisch aus der Dusche kommen und nur spärlich ein Handtuch umhängen haben. Szenen die man auch aus dem Film Jerry Maguire kennt – nur war es dort wesentlich aufgeräumter. Man stelle sich vor eine Meute von Reportern in der Kabine nach einem Spiel des FC Barcelona, Real Madrids oder der Fußballnationalmannschaft. Unvorstellbar!

Nach der Pressekonferenz – ja, die gibt’s auch noch – von Headcoach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady hatte ich dann noch mein Highlight des Tages. Ein kurzes sympathisches Gespräch am Weg zum Team-Bus mit Tom Brady und ein kurzes Foto mit der NFL-Allzeitgröße und Ehemann von Giselle Bündchen allein waren den Trip nach Houston schon Wert! Von hier geht’s weiter nach L.A.!

Houston – es war einmalig! Thanks for the memories!
Euer Ronny

Mit dem Star-Quarterback der New England Patriots Tom Brady

Mit NE Patriots QB Tom Brady

Schauplatz Houston

Am Feld des Reliant Stadiums

Vor dem Reliant Stadium in Houston

Texan Bulls vor dem Stadion

Einwerfen in den Katakomben

Tom Brady beim Einwerfen

In der NFL herrscht Helmpflicht

Helmpflicht

Rob Gronkowski und Coach Belichick

Der Star & der Coach

Inszenierung ist Pflicht

Inszenierungspflich

Touchdoooown Texans

Touchdown Houston

Langweilig wurde es nie

Die heimlichen Stars

Was wohl Tom Brady dazu sagt?

Weiß das Tom?

Rob Gronkowski zum Touchdown für New England

Touchdown Patriots

Texans Cheerleader

Texans Cheerleader

Case Keenum hat alles im Griff

Der Dirigent

Der König von Texas

King of Texas

Texans-Pride

Cheeeeeese!

Auch in Houston war New England Trumpf

Pats Fans

Tom Brady treibt sein Team nach vorne

Der Motivator

Heckansicht

Heckansicht

Auch im Liegen eine gute Figur

Ohne Worte

Patriots Tight End Rob Gronkowski

Star Gronkowski

Gemeinsamer Abschluss

Say a little prayer

 


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