Persönliche Bestzeit beim Berlin-Marathon
Gestern lief ich den Berlin-Marathon—nicht als Moderator, sondern diesmal als Läufer mittendrin. Eine persönliche Bestzeit vor dieser grandiosen Kulisse, getragen von einem begeisternden Publikum und perfektem Laufwetter, machte diesen Tag für mich unvergesslich.
Wie es dazu kam
Der gestrige Marathon war der dritte Marathon in meinem Leben. Den ersten hatte ich bereits 2001 in Wien gelaufen, mit einer ganz passablen Zeit von 4:13 h. Eigentlich hatte ich damals einen Haken hinter einem wichtigen Punkt meiner Bucket List gemacht. Einmal im Leben einen Marathon laufen: Check!
Aber etwa 15 Jahre später kamen die Gedanken wieder hoch: „New York Marathon, das wäre es doch!“ 2018 bekam ich tatsächlich einen Startplatz. Doch aufgrund einer verkorksten Vorbereitung voller Verletzungen kämpfte ich mich zwar ins Ziel, allerdings in über sechs Stunden. Das durfte nicht das Ende meiner Marathon-Geschichte gewesen sein.
Erst allmählich reifte der Gedanke, einen weiteren Anlauf zu nehmen. Der finale Trigger kam Ende 2023, als ich den Vienna Night Run über 5 km in einer Zeit von unter 25 Minuten lief. Das zeigte mir: Ich habe noch etwas in mir! Ich setzte mir das Ziel, alle Major Marathons der Welt zu laufen. New York war erledigt, aber London, Berlin, Chicago, Boston und Tokyo fehlten noch. Für 2024 nahm ich Berlin ins Visier.

Die Vorbereitung
Die Vorbereitung auf Berlin begann direkt nach dem Vienna Night Run. Gemeinsam mit meinem Personal Trainer, dem allseits bekannten Chat GPT, entwickelte ich einen Trainingsplan, der auch drei Halbmarathons beinhaltete. Zwar lief nicht immer alles nach Plan, aber speziell die Halbmarathons in Wien (Jänner 2024), Vilnius/Litauen (Mai 2024) und Helsinki/Finnland (August 2024) wurden zu besonderen Erlebnissen. Meine Frau begleitete mich dabei, und so entstanden aus Trainings-Meilensteinen kurze Urlaubstrips mit wunderbaren Erinnerungen. Alles steuerte auf den gestrigen Tag zu.
Glücksmoment im Ziel: Persönlicher Rekord
Ein begeistertes und unheimlich motivierendes Publikum, tolle Atmosphäre, sonniges Wetter mit angenehm kühler Luft – die Rahmenbedingungen waren perfekt. Während ich die ersten 32 Kilometer locker absolvierte, wurden besonders die letzten fünf Kilometer hart. Mein Tempo wurde langsamer, und der Gedanke „Kannst du jetzt nicht einfach locker auslaufen?“ schlich sich ein. Doch sofort kam die Antwort: „Jetzt bin ich schon hier – ausruhen kann ich mich im Ziel.“
Besonders emotional war der Moment, als ich etwa 200 Meter vor dem Ziel durch das Brandenburger Tor lief. Da wusste ich: Jetzt ist es gleich geschafft. Im Ziel fiel mir schließlich ein Stein vom Herzen, und ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Die vielen Wochen und Monate des Trainings, geprägt von Höhen und Tiefen, Verletzungen und Krankheiten, mündeten in diesem einen Moment. Dieses Ziel erreicht zu haben, war etwas ganz Besonderes.
Mit einer Endzeit von 3:46:44 Stunden erreichte ich glücklich und stolz meine persönliche Bestzeit und holte mir den zweiten Major-Stern. Jetzt mache ich mir schon Gedanken, welcher Marathon als nächstes auf mich wartet.

Marathon als Metapher
Ein Marathon ist ein Projekt mit Meilensteinen und langer Vorbereitung—eine hervorragende Metapher für Herausforderungen in der Business-Welt. Daher habe ich ihn auch in meiner Keynote “Das Marathonprinzip: Spitzenleistung wenn’s drauf ankommt” thematisiert.
Welchen persönlichen Marathon—egal ob sportlich oder im Leben—hast du bereits gemeistert? Teile deine Erfahrungen gern unten mit mir!

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