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Stellst du dir auch manchmal die Frage, warum manche Konzerte einfach nicht zu toppen sind? Warum Auftritte von Weltstars wie seinerzeit Michael Jackson, Madonna oder auch Beyoncé und Bruno Mars nicht nur einzigartig, sondern fast schon magisch sind? Diese Top Stars ziehen ihre Zuschauer eben nicht nur musikalisch in ihren Bann, sondern arbeiten hart und immerwährend an ihrer Bühnenpräsenz.

Mit einer bis ins Detail durchdachten Performance und einer einzigartigen Bühnenpräsenz hat der Meister von allen – “Jacko” – bei seinen Auftritten zigtausende von Zuschauern begeistert und damit seine Songs ins musikalische Universum katapultiert.

Jetzt könnte man meinen, Bühnenpräsenz hat man oder eben auch nicht. Das sehe ich nicht so. Bühnenpräsenz kannst du durchaus erlernen und trainieren.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit einfachen Übungen bei deinem Publikum punkten und deine Bühnenpräsenz verbessern kannst. Die Übungen kannst du entweder ein paar Tage vor dem Auftritt machen, einige von ihnen sind aber auch als Booster direkt davor anwendbar.

Was macht Bühnenpräsenz aus?

Wenn ich von Bühnenpräsenz rede, meine ich nicht das reine physische Erscheinen. Präsenz auf der Bühne hat für mich etwas mit Ausstrahlung zu tun. Ich will bei meinen Zuschauern ein Gefühl der Gegenwärtigkeit erschaffen. Diesen energetischen Zustand erreiche ich, in dem ich meine Gedanken kontrolliere, ganz im Hier und Jetzt anwesend bin. Das Publikum und ich bilden eine Einheit. Wir interagieren miteinander. Ich bin der Dirigent, der das Geschehen lenkt.

Durch immerwährendes Training gelingt es mir, mein Publikum immer wieder aufs Neue in meinen Bann zu ziehen. Gleichzeitig ist dies ein längerer Prozess der Bewusstwerdung. 

Wenn du es schaffst, deine Wirkung auf der Bühne zu verbessern, wirst du erstaunt feststellen, dass dir dies nicht nur auf der Bühne hilfreich sein wird sondern auch deine Alltagskommunikation verbessert.

Für den Start will ich dir sieben kleine Übungen vorstellen, mit denen du sehr schnell mehr Bühnenpräsenz erreichen kannst. 

7 einfache Übungen, die sofort ein Resultat erzielen

1. Markiere dein Revier

Schärfe deine Aufmerksamkeit  und deine Wachsamkeit an jedem Ort, an den du kommst. Gewöhne es dir an, fremde Räume und Orte zu “markieren”. Das verleiht dir ein Gefühl von Sicherheit. Du beherrschst den Raum, nichts kann dich aus der Ruhe bringen, du inhalierst quasi die Atmosphäre des Raumes, der dich umgibt. Diese Übung kannst du immer und überall machen.

Mein Tipp vor einem Auftritt: Mach dich mit der Bühne und mit dem Raum, in dem du auftreten wirst, vertraut. Komme nicht erst fünf Minuten vorher an und hechte auf die Bühne. Begehe den Raum, setz dich ins Publikum. Nimm die Luftzirkulation wahr. Schau, welchen Weg das Licht nimmt. Berühre die Wände, die “deinen” Schaffensraum heute begrenzen. Fühle dich in den Raum und dessen Energie hinein. Wenn du bereits einige Tage vorher regelmäßig deine Performance geprobt hast, erschaffst du ein sog. morphogenetisches Feld. In anderen Worten hast du einen energetischen Fußabdruck hinterlassen, den du dir dann zunutze machen kannst. Am Tag deines Auftritts achte darauf, dass du dich in den gleichen Pfaden bewegst, wie an den Tagen zuvor bei deinen Proben. Du trittst gleichermaßen in das bereits vorhandene Energiefeld. Wenn dir das gelingt, ist der Auftritt nahezu ein Kinderspiel.

Liebe dein Publikum

2. Liebe dein Publikum

Dies ist eine Übung, die ich regelmäßig kurz vor meinen Auftritten mache. Stell dich hinter den Vorhang und fühle die Energie, die das Publikum ausstrahlt. 

  • Ist es freudig aufgeregt? 
  • Ist es gespannt? 
  • Nimmst du eine Nervosität wahr?  

Übe dich immer und immer wieder in der Wahrnehmung der energetischen Felder. Jeder Mensch, jedes Lebewesen, jeder Raum erzeugen energetische Ströme. Sende deinem Publikum bewusst positive Gefühle. Liebe dein Publikum und dein Publikum wird dich lieben.

3. Visualisierung

Die Macht der Gedanken und die eigene Schöpfungskraft werden dir durch Visualisierungsübungen bewusst. Visualisiere regelmäßig im Vorfeld deines Auftritts, wie du am Ende eine “Standing Ovation” von deinem Publikum erhältst. Stell dir vor, wie dein Publikum begeistert deiner Rede lauscht.

Besonders wirkungsvoll sind Visualisierungen, wenn du sie auf einem großen Whiteboard oder einem Din A3-Bogen weißen Papiers festhältst. Du fixierst die Energie auf ein positives Ergebnis.

Bringe dich in den Zustand, in dem du dein Publikum sehen möchtest

4. Bringe dich in den Zustand, in dem du dein Publikum sehen möchtest

Eine kraftvolle Übung für deine Bühnenpräsenz, kurz vor deinem eigentlichen Auftritt. Sei ganz bei dir, bringe dich in den emotionalen Zustand, den du bei deinen Zuschauern erschaffen willst. Brenne für deinen Auftritt. Mobilisiere all deine Kräfte, all deine positiven Gedanken für deine Performance. Schließe deine Augen und lege deine Hände auf dein Herz und spüre deine eigene Lebensenergie. Denke daran: Wenn du in Anderen ein Feuer entfachen willst, muss dieses Feuer zuerst in dir brennen!

5. Komme an

Die erste Wahrnehmung des Publikums von dir ist ein entscheidender Moment, der über Top oder Flop deines Auftritts entscheidet. Baue eine Dramaturgie des “Erscheinens” auf.

Sei ganz du selbst und gib dem Publikum Zeit, dich bewusst wahrzunehmen. 

Komme nicht rein, zappel rum und überfalle das Publikum mit einem Wortschwall.

Manche Entertainer und Komiker haben sich das angewöhnt: reinkommen und sofort wird ein Wort-Bombardement auf das Publikum geschossen. Das mag in dieser Sparte erfolgreich und auch bewusst gewählt sein. Redner zeigen mehr Präsenz, wenn sie Ruhe ausstrahlen und erst einmal… ankommen. In meinem Blogbeitrag über nonverbale Kommunikation findest du hierzu weitere hilfreiche Tipps.

6. Aufs Timing kommt es an

Nicht nur im Leben ist das richtige Timing entscheidend, auch auf der Bühne ist ein perfektes Timing sehr wertvoll. Wenn du auf der Bühne stehst, ist das perfekte Timing wie ein gut einstudierte Choreographie. Du machst Pausen, baust Dynamik auf, nimmst Geschwindigkeit raus, näherst dich dem verbalen Höhepunkt und nimmst dein Publikum mit.

Als Übung empfehle ich dir hier, das perfekte Timing mehrmals “trocken” zu proben. Lass dich von einem Freund dabei filmen, studiere das Video und probiere mehrere Varianten aus. Du kannst dabei auch durchaus eine Person deines Vertrauens für Feedback hinzuziehen. Wenn du das Gefühl hast, dein anfänglicher Ententanz ist jetzt ein königlicher Walzer, hast du dein Ziel erreicht.

Beziehe dein Publikum mit ein

7. Beziehe dein Publikum mit ein

Dein Publikum ist Teil deiner Bühnenpräsenz. Wenn du es nicht schaffst, dein Publikum da abzuholen, wo es steht, kann deine ganze Performance, deine Visualisierungen und dein Timing noch so gut sein. Was übrig bleibt ist eine klassische Themenverfehlung.

Das kannst du wunderbar vor einem Spiegel üben, in dem du mit einem imaginären Publikum Blickkontakt herstellst. Stelle dir dabei vor, wer dein Publikum ist: Was sind die Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen, die dir zuhören?

Bühnenpräsenz ist nicht nur für die Bühne wichtig

Wie du gelesen hast, geht es bei Bühnenpräsenz mehr als nur um das körperliche Anwesendsein auf einer Bühne. Übe dich in deiner Wirkung auf deine Zuschauer und deine Zuhörer. Denn jeder, der dir in deinem Alltag begegnet, ist ja irgendwie dein Publikum, das du begeistern möchtest. Kannst du auf einer Bühne brillieren? Kannst du im Alltag – bei Familie, Freunden oder bei Geschäftspartnern – deine volle Wirkung entfalten?

Was macht für dich einen großartigen Bühnenperformer aus? Was muss diese Person tun, um dich in den Bann zu ziehen und zu begeistern? Lass es mich in einem Kommentar wissen und wenn du mit mir an deiner Bühnenpräsenz arbeiten möchtest, schreibe mir gerne eine Nachricht.


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