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Stell dir vor: Du stehst auf einer Bühne und blickst geradewegs in einen abgedunkelten Raum voller Menschen. In den Gesichtern liest du Begeisterung. Die Menschen stehen, applaudieren und jubeln dir zu. Du spürst einen Schwall an positiver Energie, der in deine Richtung kommt. Du hast soeben deine Keynote beendet und hast es geschafft, dein Publikum emotional mitzunehmen. Sie haben sich dir anvertraut und du konntest sie auf eine Reise mitnehmen. Du konntest sie inspirieren und begeistern. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich schön. 

Das ist das Ergebnis einer großartigen Keynote, das sich jeder Redner wünscht. 

In meinem Beitrag zeige ich dir, was die Zutaten für eine brillante Rede sind. 

Eine Keynote, 

  • die motiviert, 
  • die begeistert und
  • die deinem Publikum im Gedächtnis bleibt. 

Vielleicht möchtest du selbst eine gute Keynote halten. Mein 7-Punkte-Leitfaden bringt dich diesem Ziel näher.

1. Wofür brauchst du eine hervorragende Keynote?

Mach dir zuerst einmal Gedanken, welches Ziel du mit einer Keynote verfolgen willst.  

Wenn du deine Keynote auf eine Veranstaltung zuschneidern willst, dann solltest du dir auch bewusst sein, welches Ziel diese Veranstaltung hat. Das Ziel der Veranstaltung muss also im Vorfeld klar definiert sein und feststehen. 

Übersetzt man den Begriff “Keynote” wortwörtlich, bedeutet das nichts anderes als “Grundton”. Hierbei ist der Stimmlaut gemeint, auf den sich ein Chor gemeinsam einstimmt. Eine Keynote stimmt das Publikum somit auf ein Thema ein, was in einem größeren Zusammenhang gesehen werden sollte. Das hört sich sehr strategisch an, macht aber den eigentlichen Sinn einer Keynote aus.

Eine gute Keynote darf, nein soll natürlich auch unterhaltsam sein. Mit einer Keynote wird die zentrale Botschaft einer Veranstaltung auf aufgelockerte Art und Weise dem Publikum vermittelt. Der Vortrag soll Impulse liefern, ein spezielles Thema antriggern oder zu einer kritischen Auseinandersetzung anregen.

Viele Keynotes sind im Durchschnitt nur 20 oder 30 Minuten lang, wobei sie auch bis zu eineinhalb Stunden dauern können. In dieser kurzen Zeit musst du in der Lage sein, das Publikum für dein Thema, für die zentrale Idee zu gewinnen. Du musst alles dafür tun, das Ziel, das Produkt oder die Vision bestmöglich an den Mann, also an das Publikum, zu bringen.

Hier liegt auch die eigentliche Schwierigkeit beim Erstellen einer Keynote. Das Ziel ist schnell erkannt, jedoch bedarf es einiger Erfahrung, dies gekonnt umzusetzen.

2. Kenne dein Publikum

Kenne dein Publikum

Jetzt, wo du das Ziel der Keynote festgelegt hast, kommt ein nicht minder wichtiger Punkt: Du musst dein Publikum kennen.

  • Wie ist das durchschnittliche Alter der Zuschauer?
  • Sind mehr Männer oder Frauen anwesend? 
  • Was macht mein Publikum beruflich und in welchem Positionen?
  • Wie ist das emotionale Involvement mit deinem Thema? 
  • Sind die Teilnehmer mit deinem Thema vertraut oder Einsteiger?
  • Sind die Anwesenden freiwillig hier oder ist das “part of the job”?

Eine gute Keynote ist harmonisch auf das Publikum ausgerichtet. Das benutzte Wording spiegelt die Sprache der Zuhörer wieder.

Je besser du dein Publikum kennst, desto besser kannst du dein Publikum emotional abholen. Das schafft Vertrauen. Vertraut dir das Publikum, ist das schon die halbe Miete auf dem Weg zu einer erfolgreichen Keynote. Vor allem zu wissen, wie dein Publikum zu diesem Thema steht, ist wesentlich. Somit fühlen sich deine Zuseher bei dir verstanden und bestens aufgehoben.

3. Klare Struktur und Dramaturgie sind das A und O einer herausragenden Keynote

Eine gute Rede zeichnet sich durch eine klare Struktur und eine zum Thema passende Dramaturgie aus. Verfolgt meine Keynote einen klaren roten Faden? Gibt es einen nachvollziehbaren Anfang, Mittelteil und Abschluss meiner Rede? Ist meine ganze Keynote dem Hauptziel untergeordnet? Hab ich auch genügend Beispiele bzw. Stories in meinen Unterpunkten?

Ein guter Keynote-Speaker macht an den richtigen Stellen Pausen, variiert Ton und Tempo, sowie die Lautstärke. Ähnlich wie bei einer Erzählung wird auch bei einer exzellenten Keynote ein dramaturgischer Spannungsbogen aufgebaut. Gute Keynote-Speaker fallen nicht vom Himmel, gerade was die Herausforderung angeht, das richtige Tempo zu halten. Hierbei kommt Punkt 6 ins Spiel.

4. Emotionen erzeugen durch Storytelling

Neben einem dramaturgischen Spannungsbogen sollte eine Keynote auch verschiedene Magic Moments enthalten. In anderen Worten: Es darf ruhig emotional werden. Storytelling ist angesagter denn je. Denn mit was kann man das Publikum besser abholen, als wenn der Redner in bildhaften und blumigen Worten ein Thema vermittelt. Die Rede sollte mit Leben befüllt werden, so kann sie eine eigene Dynamik entfalten. Also: Deine Rede lebt von deinen Geschichten.

Das Kreieren emotionaler Momente ist unglaublich wichtig. Durch einen vielleicht auch provokanten Einstieg direkt zu Beginn der Rede wird das Publikum gleich aufgeweckt. Dadurch erzeugst du Interesse und kannst galant ins Hauptthema einsteigen.

Auch der Abschluss der Keynote darf ruhig noch einmal richtig krachen. Durch eine abschließende Anekdote oder markante Frage hinterlässt du einen guten letzten Eindruck. So wird das Publikum zum Nachdenken auch über die Keynote hinaus angeregt. 

Und das ist schließlich Sinn und Zweck einer Keynote: Wenn deine Keynote anschließend noch Gesprächsthema an der Bar ist, dann hast du schon Vieles richtig gemacht.

5. Aktiviere dein Publikum

Ein Publikum, das still und passiv auf seinen Plätzen sitzt, ist nicht nur für den Keynote-Speaker einschläfernd. Es besteht die Gefahr, dass das Ziel und das Thema beim Publikum verfehlt wird. Mit einer guten Rede wird das Publikum aktiviert und herausgefordert.

Aber wie gelingt dir das am besten? Indem du dein Publikum herausforderst und dabei immer wieder auf deine Zuhörer und Zuschauer eingehst. Das Publikum muss sich abgeholt fühlen, denn nur so kann eine Transformation auf allen Ebenen erreicht werden.

Natürlich ist die Aktivierung des Publikums auch entscheidend von deinem eigenen energetischen Zustand abhängig. Du musst selbst in einem absoluten Spitzenzustand sein. Wenn du das Feuer in anderen entfachen willst, musst du zuallererst dafür brennen. Mehr Tipps, wie du deine Bühnenpräsenz steigerst, findest du hier.

6. Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

Die perfekte Keynote fällt nicht vom Himmel, der perfekte Keynote-Speaker auch nicht. Erfolgreiche Vortragsredner üben ihre Reden regelmäßig. Sie bereiten den Inhalt und alle erforderlichen Materialien akribisch vor. Oft kommt vorab schon ein Testpublikum in den Genuss der Rede, damit der Vortrag optimal vorbereitet werden kann. Viele Stunden an Arbeit werden investiert, bis die Rede sitzt.

Dabei geht es gar nicht in erster Linie um den Inhalt, sondern um Details wie Dramaturgie, Struktur oder das Einstudieren von Pointen. Auch die richtige Körpersprache ist ein essentieller Bestandteil eines überzeugenden Vortrags. Und da die Nachricht auch ankommen soll, gehört auch das richtige Stimmtraining zur idealen Vorbereitung.

Der Fokus sollte beim Üben immer auf dem Publikum liegen. Ein Testpublikum kann dir hilfreiche Tipps geben, wie du deine Rede sofort verbessern kannst. Gibt es kein Publikum, mit dem du den Vortrag im Vorfeld üben kannst, nimm zu Hause deinen eigenen Vortrag mit einer Videokamera oder mit dem Handy auf. So hast du die Möglichkeit, dir einzelne Sequenzen immer wieder anzusehen und zu optimieren.

7. Flexibilität und Improvisation sind die Pluspunkte einer großartigen Keynote

Last but not least: die Königsdisziplin! Was unterscheidet eine gute von einer herausragenden Keynote? Eine herausragende Keynote zeichnet sich dadurch aus, dass der Redner im Vortrag nicht starr an seiner Rede festklebt, sondern flexibel auf die Geschehnisse im Publikum eingehen kann. Hier können auch gerne direkte Inputs von Zuhörern in den Vortrag eingearbeitet werden. Je mehr sich das Publikum mit der Keynote identifizieren kann, desto wertvoller das Feedback.

Auch eine totale Präsenz mit dem, was zu jeder Zeit im Raum während deiner Keynote passiert, ist Gold wert. Es kann beispielsweise vorkommen, dass die Technik ausfällt und dann ist Improvisation angesagt. Eine oft geübte Keynote  lässt genug Freiraum innerhalb des Inhaltes, um flexibel auf unerwartete Ereignisse zu reagieren. Wenn du ein geübter Redner bist und du die Keynote bereits mehrfach vorgetragen hast, bist du durchaus in der Lage während des Vortrages deine Rede entsprechend abzuändern, ohne dass das Publikum es merkt. Wichtig ist, dass du immer dein Ziel im Auge behältst, denn solange du weißt, wo es hingehen soll, wirst du auch einen Weg finden.

Keynote vom Amateur oder doch lieber vom Profi?

Diese Frage mag ein wenig provokant klingen. Grundsätzlich gilt, ob Amateur oder professioneller Keynote-Speaker: Um eine mitreißende Keynote zu halten benötigt es viel Übung. Denn Keynotes sind nicht nur einfache Vorträge. Sie sind strategisch ausgeklügelte Reden, die Ziele verfolgen. Produkt-Keynotes á la Steve Jobs beispielsweise, waren ausschlaggebend für den Erfolg von Apple. Auch bei Reden von großen Speakern, wie einem Bill Clinton, Tony Robbins oder Arnold Schwarzenegger ist nichts dem Zufall überlassen.

Du brauchst Zeit zum Üben und zum Einstudieren deiner Rede und um dich auf der Bühne wohl zu fühlen. Mögliche Herausforderungen treten dann auf, wenn unvorhergesehene Situationen auftreten. Wenn auf einmal die Technik ausfällt oder ein Störer im Publikum dir ins Wort fällt. Ungeübte werden mit solchen Störfällen schlecht zurecht kommen. Ihnen fehlt es da an Übung und Erfahrung, um flexibel improvisieren zu können.

Mein Tipp: Wenn die Qualität einer Keynote auf deiner Veranstaltung über das Wohlergehen deiner Firma entscheidet, weil ein innovatives Produkt vermarktet werden soll oder gewisse Werte vermittelt werden sollen, mach es wie die Großen. Überlass nichts dem Zufall und arrangiere einen professionellen Keynote-Speaker.

Hast du selbst schon mal eine Keynote gehalten oder erlebt? Was macht die Besonderheit so einer Keynote aus? Schreib mir dazu gerne einen Kommentar!


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